Bauschadenstag

Hochwasserschäden – analysieren, sanieren und vorbeugen

  • Datum: 21.02.2019
  • Ort: Nürnberg

Die Statistiken von Rückversicherungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass in Deutschland Extremwettereignisse mit hohen, in kürzester Zeit anfallenden Niederschlagsmengen zunehmen. Von Hochwasser betroffen sind daher nicht mehr nur überwiegend die Anrainergemeinden der großen Flüsse und deren unmittelbaren Nebenflüsse bei Frühjahrshochwasser, sondern auch Gemeinden, in denen sich kleine Bäche und Flüsse ohne Vorwarnung in reißende, über die Ufer tretende Ströme verwandeln und Gebäude fluten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat außerdem gewarnt, weil viele Gemeinden zu wenig tun, um Hochwasserschäden vorzubeugen.

Hochwasserschäden weisen andere, spezifische Schadensbilder auf als Leitungswasserschäden oder Feuchtigkeitsschäden durch bauliche Mängel bzw. für die übliche Belastungssituation nicht angepasste Bauweisen. Gebäude werden durch Hochwasser kurzzeitig mit hohem Druck mit stark verschmutztem, teils kontaminiertem Wasser geflutet und Baustoffe, Bauteile und haustechnische Anlagen dabei geschädigt. Darauf sind die Trocknungs- und Sanierungskonzepte auszurichten.

Der 21. Bauschadenstag 2019 „Hochwasserschäden – analysieren, sanieren, vorbeugen“ nimmt sich dieser Problematik an. Experten für Hochwasserschäden zeigen konkret, wie ein Gebäude nach dieser Extremsituation wieder getrocknet werden kann und wie die Schäden saniert werden können, und zwar möglichst so, dass das Gebäude gegen künftige Hochwasserereignisse robuster wird und zukünftig entweder die Wassermassen draußen hält oder relativ einfach und mit geringeren Kosten wieder zu sanieren ist.

Erklärt wird darüber hinaus, wie man standort- und gebäudebezogen ermitteln kann, wie groß die Hochwassergefährdung für einzelne Gebäude überhaupt ist. Speziell eingegangen wird zudem darauf, wie man bei Trocknung und Sanierung mit durch das Hochwasser eingetragenen und freigesetzten Schadstoffen umgehen kann.

Der Bauschadenstag wendet sich daher an:

  • Bautrocknungs- und Sanierungsfirmen,
  • Holz- und Bautenschützer,
  • Maler und Stuckateure,
  • Inhaber und Führungskräfte im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe,
  • Gutachter und Sachverständige,
  • Sachverständige für die Immobilienbewertung,
  • Architekten und Bauingenieure,
  • Holzbau/Zimmerer – wegen Besonderheiten des Baustoffs bei Hochwasserschäden sowie
  • Mitarbeiter von Baubehörden und Immobilienverwaltungen.

09.00 Uhr
Begrüßung und Einführung

09.15 Uhr     
Gefährdungsanalyse: Wie beurteilt man sie standort- und gebäudebezogen?
Dipl.-Ing. Peter Zeisler

  • Erkennen und Bewerten der Hochwassergefahr
  • Überblick über wasserrechtliche Vorgaben
  • Hochwasserwirkungen auf Gebäude

10.00 Uhr     
Trocknung nach Flutung des Gebäudes durch Hochwasser
Michael K. Resch

  • Rückbau vs. Trocknung
  • Erhöhte Trocknungszeiten

10:45 Uhr
Kaffeepause – Besuch der Fachschau

11:15 Uhr     
Vorsicht Schadstoffe: Wie beeinflussen Fäkalien, Schimmel, Heizöl und
Gebäudeschadstoffe die Planung der Sanierungsmaßnahmen
Dr. Stefan Tewinkel

12:00 Uhr
Mittagspause – Besuch der Fachschau

13:15 Uhr      
Vorsorgekonzepte: Bei der Sanierung an das nächste „Jahrhunderthochwasser“ denken
Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann

  • Maßgebende Konzepte der Bauvorsorge: Ausweichen, Widerstehen, Anpassen
  • Maßnahmen, Vorteile und Grenzen für jedes Konzept der Bauvorsorge
  • Zusammenführung von Vorsorgemaßnahmen bezüglich Bautechnik, Haustechnik und Inventar
  • Beispielhafte Umsetzung der Konzepte und Maßnahmenkombinationen im Zuge der Sanierung nach Hochwasserereignissen

14.00 Uhr      
Bauwerksabdichtung: für den Hochwasserfall geeignet
Michael Schäfer                   

  • Entwicklungen in der Abdichtungstechnologie
  • DIN 18533: Einführung, Struktur, Einwirkungsklassen
  • Die Wahl der Abdichtungsbauart
  • Fallbeispiele: richtig und falsch

14:45 Uhr
Kaffeepause – Besuch der Fachschau

15:30 Uhr     
Baustoffe und Baukonstruktionen: Welche sind bei Hochwasser robuster (oder leichter zu sanieren)? Verletzbarkeiten und Besonderheiten bei typischen Massiv-und Holzbauweisen     
Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann, Dr.-Ing. Sebastian Golz

  • Beispielhafte Erläuterung von Vorsorge- und Bewältigungsstrategien – Erfolge und Misserfolge aus der Vergangenheit
  • Möglichkeiten und Kriterien zur vergleichenden Bewertung der Verletzbarkeit von Gebäuden
  • Hinweise und Empfehlungen für hochwasserangepasste Gebäude (Neubau und Bestand)

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Normalpreis: (349,- € zzgl. MwSt.)

Veranstaltungsort:

 

Arvena Park Hotel
Görlitzer Straße 51
90473 Nürnberg
Tel.: 0911 8922-0
info@arvenapark.de

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