22. Bauschadenstag 2021 Hochwasserschäden - analysieren, sanieren, vorbeugen

Hochwasserschäden – analysieren, sanieren und vorbeugen

Pro verkauftem Ticket spenden wir € 50,– an die Aktion Deutschland Hilft zur Unterstützung der Hochwasserbetroffenen.
Die Statistiken von Rückversicherungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass in Deutschland Extremwettereignisse mit hohen, in kürzester Zeit anfallenden Niederschlagsmengen zunehmen. Von Hochwasser betroffen sind – wie zuletzt leider auch in vielen Regionen von NRW und Rheinland-Pfalz zu sehen – daher nicht mehr nur überwiegend die Anrainergemeinden der großen Flüsse und deren unmittelbaren Nebenflüsse bei Frühjahrshochwasser, sondern auch Gemeinden, in denen sich kleine Bäche und Flüsse ohne Vorwarnung in reißende, über die Ufer tretende Ströme verwandeln und Gebäude fluten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat außerdem gewarnt, weil viele Gemeinden zu wenig tun, um Hochwasserschäden vorzubeugen.

Hochwasserschäden weisen andere, spezifische Schadensbilder auf als Leitungswasserschäden oder Feuchtigkeitsschäden durch bauliche Mängel bzw. für die übliche Belastungssituation nicht angepasste Bauweisen. Gebäude werden durch Hochwasser kurzzeitig mit hohem Druck mit stark verschmutztem, teils kontaminiertem Wasser geflutet und Baustoffe, Bauteile und haustechnische Anlagen dabei geschädigt. Darauf sind die Trocknungs- und Sanierungskonzepte auszurichten.

Der 22. Bauschadenstag 2021 „Hochwasserschäden – analysieren, sanieren, vorbeugen“ am 08. Oktober 2021 nimmt sich dieser Problematik an. Experten für Hochwasserschäden zeigen konkret, wie ein Gebäude nach dieser Extremsituation wieder getrocknet werden kann und wie die Schäden saniert werden können, und zwar möglichst so, dass das Gebäude gegen künftige Hochwasserereignisse robuster wird und zukünftig entweder die Wassermassen draußen hält oder relativ einfach und mit geringeren Kosten wieder zu sanieren ist.
Erklärt wird darüber hinaus, wie man standort- und gebäudebezogen ermitteln kann, wie groß die Hochwassergefährdung für einzelne Gebäude überhaupt ist. Speziell eingegangen wird zudem darauf, wie man bei Trocknung und Sanierung mit durch das Hochwasser eingetragenen und freigesetzten Schadstoffen umgehen kann. Auch das Thema Versicherung wird mit einem eigenen Vortrag angesprochen, denn sofern ein Betroffener versichert ist, soll die Sanierung baulicher Hochwasserschäden vertragsgemäß mit dem Versicherer abgestimmt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der 22. Bauschadenstag 2021 als reines Online-Event statt. Der Livestream wird in Zusammenarbeit mit einer Media-Agentur aufgezeichnet; die Live-Übertragung erfolgt somit in TV-Qualität mit professioneller Video- und Tontechnik. Alle weiteren Infos zum Livestream finden Sie hier

Datum/Zeit

08.10. - 08.10.2021

08:30 - 17:00Uhr

Veranstaltungsort

Online

, Online

Deutschland

Jetzt buchen

Programm

08:15 - 08:30

Technische Einführung für alle Teilnehmer im Livestream

08:30 - 08:45

Begrüßung und Einführung

08:45 - 09:30

Gefährdungsanalyse: Wie beurteilt man sie standort- und gebäudebezogen?

• Erkennen und Bewerten der Hochwassergefahr • Überblick über wasserrechtliche Vorgaben • Hochwasserwirkungen auf Gebäude

09:30 - 10:15

Sofort- und Schutzmaßnahmen bei Hochwasser

10:15 - 10:45

Kaffeepause – Besuch der virtuellen Fachschau

10:45 - 11:30

Trocknung nach Flutung des Gebäudes durch Hochwasser

• Rückbau vs. Trocknung • Erhöhte Trocknungszeiten

11:30 - 12:15

Vorsicht Schadstoffe: Wie beeinflussen Fäkalien, Schimmel, Heizöl und Gebäudeschadstoffe die Planung der Sanierungsmaßnahmen

12:15 - 13:15

Mittagspause – Besuch der virtuellen Fachschau

13:15 - 14:00

Vorsorgekonzepte: Bei der Sanierung an das nächste „Jahrhunderthochwasser“ denken

• Maßgebende Konzepte der Bauvorsorge: Ausweichen, Widerstehen, Anpassen • Maßnahmen, Vorteile und Grenzen für jedes Konzept der Bauvorsorge • Zusammenführung von Vorsorgemaßnahmen bezüglich Bautechnik, Haustechnik und Inventar • Beispielhafte Umsetzung der Konzepte und Maßnahmenkombinationen im Zuge der Sanierung nach Hochwasserereignissen

14:00 - 14:45

Schadensanierung und Schadenverhütung aus Sicht der Versicherer

• Bau- und Risikovorsorge als bewährte Elemente zum Hochwasserrisikomanagement • Gefährdungsbeurteilung nach Schadenerfahrungen als eine wichtige Grundlage der Risikobewertung • Schadensanierung nach anerkannten Regeln der Technik

14:45 - 15:15

Kaffeepause – Besuch der virtuellen Fachschau

15:15 - 16:45

Baustoffe und Baukonstruktionen: Welche sind bei Hochwasser robuster (oder leichter zu sanieren)? Besonderheiten bei Massiv- und Holzbauweisen

• Beispielhafte Erläuterung von Vorsorge- und Bewältigungsstrategien – Erfolge und Misserfolge aus der Vergangenheit • Möglichkeiten und Kriterien zur vergleichenden Bewertung der Verletzbarkeit von Gebäuden • Hinweise und Empfehlungen für hochwasserangepasste Gebäude (Neubau und Bestand)

16:45 - 17:00

Schlusswort

Referenten

Linda Wiese

Dipl.-Ing. Peter Zeisler

Dr. Stefan Tewinkel

Michael Resch

Dr. Stefan Tewinkel

Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann

Dr.-Ing. Mingyi Wang

Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann, Dr.-Ing. Sebastian Golz

Veranstaltungsort

Online

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Deutschland

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